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White Rose Transmission - Press release sheet (15-9-1995)

date: Sep 15, 1995


 

WHITE ROSE TRANSMISSION- WHITE ROSE TRANSMISSION 
Strange Ways-CD/Indigo 1216-2 
PubIished by Strange Ways Records / Hanseatic 
Vö: 15.09.95
 

WHITE ROSE TRANSMISSION war ursprünglich eine Idee von Carlo van Putten, der schon längere Zeit überlegte, wie er seine Gedichte vertonen konnte. Zunächst als offenes Projekt geplant, kam ein Ereignis zum anderen doch der Reihe nach. Carlo van Putten ist in den letzten beiden Jahren als Sänger von The Convent bekannt geworden, insbesondere durch das fantastische zweite Album “Tales From The Frozen Forest“ das von Mark Burgess (Chameleons) produziert wurde. Hierauf befand sich u.a. eine Coverversion von "Winning", jenem New Wave - Klassiker von The Sound aus dem Jahre 1981. Man schickte ein Exemplar zum The Sound - Sänger Adrian Borland, der sich beeindruckt zeigte. In der Folge gingen The Convent und Adrian Borland auf gemeinsame Clubtour durch Deutschland, auf der man Gelegenheit zum näheren Kennenlernen und Gedankenaustausch hatte. Carlo und Adrian beschlossen das Projekt WHITE ROSE TRANSMISSION gemeinsam zu betreiben. Als dritten Musiker holten sie sich den früheren Convent Multi-instrumentalist Florian Bratmann dazu. 

Dem unbetitelten Debütalbum von WHITE ROSE TRANSMISSION merkt man die ganze Erfahrung der Musiker an und gemeinsam brechen sie zu neuen Ufern auf, die sie so mit ihren Band; nicht erreichen konnten. Die Songs sind ruhiger und poppiger als die von The Sound und The Convent, dennoch besitzen sie etwas Einnehmendes, dem man sich nur entziehen kann, wenn man das ist, was man landläufig “Eisblock" nennt. 

Adrian Borland produzierte in den Achtzigern u.a. das Album "Llano" einer gewissen Cassell Webb, das durch wunderschöne Arrangements und Melodien auffiel. In Songs wie "Unkissable" und "Allein" beleben WHITE ROSE TRANSMISSION diese Flair wieder. Die melancholische Grundstimmung des Albums passt hervorragend in den bevorstehenden Herbst, man muß sich zwischendurch schon mal kneifen, um nicht versaubert zu werden von den ergreifenden Melodien. Alle drei mitglieder tauchen als komponisten auf, zusätzlich ist mit "Indian Summer" eine Coverversion der Doors zu hören, deren Sänger Jim Morrison zu den erklärten Idolen van Puttens zahlt. Anspruchsvolle Songs wie "Street Of Flowers", "The Sea Never Dies" (die zu den besten aus Borlands Feder ever gehören). "In Your Hand" und 'Thorn Of A Rose" sind wie geschaften für die Abend-und Nachtprogramme der Radiostationen. Drei der dreizehn Titel werden in deutscher Sprache vorgetragen; das treibende "Allein“ könnte (trotz des Titels) zum Tanzflächenhit in den Wave-Tempeln werden. Selbstverständlich wird The Convent weiter bestehen. Schon im Oktober erscheint das Minialbum "Mocha For The Lions", das zeitgleich auf einer Tournee mit Paul Roland vorgestelld wird. Adrian Borland hat kurzlich sein drittes Soloalbum "Beautiful Ammunition" veröffentlicht und schreibt bereits an neuen Songs.

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